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Heute schon gefreut? - Mittagsimpuls von Sr. Theresia

03.08.2026

Heute schon gefreut? - Mittagsimpuls von Sr. Theresia
Ein herzliches Willkommen zu unserem Mittagsgebet am heutigen Samstag! Schön, dass Sie da sind!

Haben Sie sich heute schon einmal gefreut?
Ich habe mich heute Morgen gefreut, als ich Lesung aus dem Brief an die Philipper (4,4-7) gelesen habe. Da heißt es: Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren!
Freude im Glauben und an der Nähe Gottes. Wissen um die Nähe Gottes. 

Christen sind Menschen, die sich verdanken, die wissen, dass sie nicht aus sich alleine leben, die sich getragen und gehalten wissen von einer Kraft ausserhalb ihrer selbst, von eimen Anderen, Größeren, den wir Gott nennen. Für viele Dinge können wir Danke sagen. Dazu gehört das Bewusstsein, dass nicht alles selbstverständlich ist. 
Es sind die kleinen und größeren Dinge, die jede und jeder von uns erlebt haben mag, Dinge, die uns zugefallen sind wie Geschenke,  Entscheidungen, die wir gut getroffen haben, Fehlentscheidungen, die wir durchgestanden haben, Widrigkeiten, die wir überwunden haben, und ein kleines oder grosses Glück im Lebensalltag.
Wer sich gehalten weiß von Gott, braucht nicht allein aus sich selbst heraus zu stehen Sorgen loslassen kann, wer alles vertrauensvoll in Gottes Hand legt. 
Wer sich getragen und von Gott gehalten weiß, der wagt auch immer wieder zu bitten, um seine Hilfe in schwierigen Fragen und heftigen Problemen, um seine Hilfe in unserer Not, die wir ja alle mehr oder weniger haben. 
Die Bitten des Vaterunsers können uns zu denken geben. Sie binden unser persönliches Leid, unsere Angst, unsere Not, ja unsere Verzweiflung ein. Über allem aber steht die entscheidende Bitte: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe“. Hierin ist unser Leben eingebunden.
Das was die Christen schon vor Jahrtausenden ersehnt haben, ersehnen auch wir. Wir wissen: die Welt ist nicht heil. Es sind nicht alle Dinge so gut, wie oft vorgegeben wird. Das Reich Gottes steht noch aus, sein Wille geschieht nicht überall. 
Wenn wir aber darum bitten, dass wir Gottes Willen ein wenig mehr erfüllen wollen, dann kann uns das gelingen, da wo wir sind, etwas mehr an Güte und Liebe unter uns zu leben, etwas mehr Freundlichkeit und Verstehen miteinander zu zeigen, etwas mehr an Geborgenheit zu schenken und etwas mehr Glück zu verbreiten. Dann wird sein Reich sichtbar unter uns.
Was die neue Woche bringt und die kommenden Wochen, wissen wir nicht. Wahrscheinlich für jeden ein gerütteltes Maß an Freude und an Leid, oft beides unlösbar miteinander verquickt. Es ist gut, dass wir nicht wissen, was kommt. Eines aber bekennen wir im Glauben, dass Gott uns trägt und dass wir beides, Dank und Bitte, immer wieder sagen dürfen, nicht nur heute, jeden Tag. 
Gott loben fasst beides zusammen, Bitte und Dank, sich gehalten und getragen wissen und deshalb leben zu können in Freude. Vertrauen zu haben und Hoffnung, sind wichtige Wegspuren bei allem, was kommen mag.

Gebet (aus dem Philipperbrief): 
Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren! Amen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und all das, was Sie sich ersehnen und wünschen in der kommenden neuen Woche, getragen und gehalten von der Güte Gottes.